Reinhard David Flender studierte ab 1972 Klavier zunächst an der Hamburger Hochschule für Musik, dann an der  Nordwestdeutschen Musikhochschule in Münster; dort legte er 1976 die künstlerische Reifeprüfung ab. In dieser Zeit entstehen erste eigene Kompositionen. 1977-1981 studierte Flender Musikethnologie an der Hebräischen Universität Jerusalem, wo er den Master of Arts erwarb; zusätzlich erhielt er Kompositionsunterricht bei Josef Tal. 1984 wurde er am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg promoviert. Seit 1983 unterrichtet Flender an der Hamburger Musikhochschule, wo er 1991 zum Professor ernannt wurde. 1987 – 2011 übernahm er außerdem die Leitung der Klassik-Abteilung des internationalen peermusic-Verlags in Hamburg; 1999 gründete er das Institut für kulturelle Innovationsforschung an der Hamburger Musikhochschule, dessen Direktor er seitdem ist.1989-1999 war er zusammen mit Elmar Lampson künstlerischer Leiter des Festivals „Hörwelten“. Seit 2001 leitete er zusammen mit Henry Fourès die internationalen Akademie für zeitgenössische Kammermusik „Opus XXI“ (bis 2007 „Jeunesse Moderne“). Von 2008 – 2011 ist er Kurator von KLANG! Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, das sich der Vermittlung Neuer Musik widmet. Seit 2011 hat Flender eine Professur für Kulturwissenschaften an der Hochschule für Musik und Theater, die von der ZEIT-Stiftung gefördert wird.

 

Buchtipp

Flender Reinhard/Hermann Rauhe

Popmusik – Geschichte, Funktion, Wirkung und Ästhetik
Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1989

CD-Tipp

Flender, Reinhard Aurora, Threnos IV, Pirkei Tehillim, Memorare
Orchesterakademie Hamburg, Quatour Danel, Mark Lubotsky,
Leitung: Elmar Lampson
Col Legno WWO 1 CD 200007